CHARIS LANE: THE GHOST NOTE OF GLAMOUR

31.08.2025
Sie betrat die Bühne wie Zigarettenrauch – langsam, lautlos, und weigerte sich zu verflüchtigen.  

(Ein Kurzporträt von Vesper Charisma

Sie betrat die Bühne wie Zigarettenrauch – langsam, lautlos, und weigerte sich zu verflüchtigen.

Charis Lane (1898–2008?) ist mehr als eine vergessene Legende – sie ist ein atmender Mythos aus Stoff, Filmkorn und zersplitterten Frequenzen. Sängerin, Tänzerin, Geist der Eleganz – Lane verkörperte einen vergessenen Futurismus: dekadent, beschäftigung, trotzig lebendig. Ihre Stimme – gezeichnet von chronischer Bronchitis und äthergetränktem Absinth – klang wie Samt, getränkt in Verfall. Schimmelige Spitze trug sie nicht als Kostüm, sondern als Manifest – eine geflüsterte Prophezeiung dessen, was 2025 als Charleston Punk entstehen sollte. 


Charleston Punk entstand aus den Trümmern nach der Pandemie – eine Subkultur aus Trauer, Stil und synthetischem Gedächtnis. Drei Figuren formten sie: Vesper, Scarlet Vesper und Vesper Charisma. Lane wurde rückwirkend zu ihrer Muttergestalt, zu einem Geist der Herkunft. 

In einer Aufnahme von 1932 – gefunden in den imaginären Archiven des New Orleans Institute for Sonic Mythology – flüstert Lane: "Eleganz ist das, was bleibt, wenn die Zukunft verschwindet." Angeblich starb sie 2008. Oder sie wurde zu Rauschen. Oder sie stimmt sich gerade neu ein.


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